Wenn ich erzähle, dass ich mit meinem Foodblog selbstständig bin, bekomme ich immer die gleiche Frage gestellt: „Und wie kann man damit Geld verdienen?!“ 😀

Vielleicht fragst du dich ja das gleiche. Hast bereits einen Foodblog oder denkst darüber nach. Und möchtest natürlich, dass bei all dem Herzblut und der Zeit, die du in deinen Blog steckst, auch monetär etwas herausspringt. Was übrigens vollkommen legitim ist!

Deswegen zeige ich dir hier 7 Möglichkeiten, wie du als Foodblogger Geld verdienen kannst:

Bei Werbe-Kooperationen (Sponsored Posts) stellst du ein Produkt oder eine Dienstleistung eines Unternehmens vor, z.B. in einem Blogpost (und/oder auf Instagram). Im Gegenzug wirst du dafür vom Unternehmen bezahlt.

Bei Foodblogs bieten sich natürlich Rezept-Kooperationen an. Du entwickelst also ein Rezept mit dem Produkt eines Unternehmens, erstellest Content dazu (Blogpost, ggf. Instagram-Post, Insta-Story, …) und wirst dafür vergütet. Möglich sind auch Gewinnspiele, reine Produktvorstellungen, Pressereisen, …

Die Höhe der Vergütung ist von deiner Reichweite und deinem Arbeitsaufwand abhängig. Bei einer hohen Reichweite können hier durchaus niedrige vierstellige Beträge zusammenkommen!

Kooperationen lassen sich auch prima über mehrere Kanäle erstrecken – dein Kunde bekommt somit mehr Reichweite und du kannst noch mehr Geld verlangen. Beispielsweise kannst du ein Rezept nicht nur auf deinem Blog präsentieren, sondern auch als Rezept auf deinem Foodblog auf Instagram ausspielen.

Tipp: Achte auf jeden Fall auf eine transparente Kennzeichnung als „Werbung“ oder „Anzeige“ und setze Links als „nofollow-“ bzw. „sponsored“-Links.

Vorteile

  • mit hoher Reichweite und professionellen Inhalten hohes Einkommen möglich

Nachteile

  • unregelmäßiges Einkommen (außer, du schnürst direkt Pakete über mehrere Kooperationen)
  • von deiner direkten Arbeit abhängig (kein passives Einkommen)
  • ggf. schwierig, passende Kooperationspartner mit fairer Bezahlung zu finden

2. Werbeanzeigen

Eine weitere Möglichkeit, Geld mit dem eigenen Foodblog zu verdienen, sind Werbeanzeigen. Also Werbe-Banner, die du auf deinem Blog einbindest. Meist erfolgt eine Bezahlung nach Klicks.

Am bekanntesten ist sicherlich Google AdSense. Für den Anfang zum Austesten auf jeden Fall eine schöne Möglichkeit. Es gibt aber auch Werbenetzwerke, wie z.B. Ezoic* oder Mediavine.

Ich selbst bin vor einiger Zeit von Google Adsense zu Ezoic* gewechselt und habe dadurch meine Werbeeinnahmen erheblich steigern können. Vor allem bietet Ezoic einfach viel mehr Einstellungsmöglichkeiten.

Vorteile

  • bei entsprechenden Klickzahlen sehr hohe Einnahmen möglich
  • regelmäßiges Einkommen
  • passives Einkommen

Nachteile

  • kann von Besuchern als nervig empfunden werden
  • keine oder nur wenig Kontrolle über Inhalte der Werbeanzeigen

3. Affiliate Links

Das Prinzip von Affiliate Links ist einfach erklärt: Du verlinkst ein Produkt oder einen Onlineshop und bekommst eine Provision, wenn darüber ein Kauf zustande kommt. Für deine Leser bleibt der Preis allerdings gleich.

Am bekanntesten ist hier wahrscheinlich das Amazon Partnerprogramm. Aber auch zahlreiche andere Onlineshops bieten Empfehlungslinks an.

Als Foodblogger kannst du zum Beispiel dein verwendetes Equipment verlinken oder auch einzelne Zutaten.

Tipp: Verlinke die Zutaten und Utensilien direkt im Rezept! Das geht z.B. mit der Premium-Version des WP Recipe Maker*.

(und ja – das Sternchen bedeutet, dass es sich hier um einen Affiliate Link handelt 🙂 – aber auf jeden Fall um eine Empfehlung von Herzen, ich bin ein großer Fan des Rezept-Plugins!)

Vorteile

  • einfache Einbindung ohne viel Aufwand
  • passives Einkommen

Nachteile

  • teilweise geringe Provisionshöhen

4. Eigene (digitale) Produkte

Als Foodblogger kannst du natürlich auch eigene (digitale) Produkte erstellen und verkaufen. Zum Beispiel deine eigenes E-Book mit Rezepten oder einen Onlinekurs. Oder du vermarktest einen Online-Workshop, einen E-Mail-Kurs, eine Challenge,… Du kannst hier ruhig kreativ werden 🙂

Vorteile

  • Unabhängigkeit von Unternehmen
  • hohes Einkommen möglich je nach Produkt

Nachteile

  • vergleichsweise hoher Aufwand zum Erstellen des Produkts
  • ggf. immer wieder Launches nötig

5. VG Wort

Die VG Wort ist eine geniale Möglichkeit, Geld mit dem Foodblog zu verdienen. Und zwar ohne viel Aufwand, quasi komplett passiv und das jedes Jahr auf Neue.

Falls du dich jetzt fragst: „Hä?! Was bitte ist die VG Wort?““ 🙂 Die Verwertungsgesellschaft Wort verwaltet Abgaben urheberrechtlich geschützter Werke und verteilt die Einnahmen an Autoren. Auch Onlinetexte zählen als Texte im Internet (METIS) dazu, d.h. auch Blogger können Ausschüttungen erhalten.

Und so funktioniert’s: Du meldest dich bei der VG Wort an und bekommst sogenannte Zählmarken für deinen Blog. Das sind html-Codes, die du in jedem Blogpost einfügen kannst. Diese Zählmarken zählen dann die Besucher auf diesem Blogpost. Für jeden Artikel, der eine bestimmte Mindestzeichenzahl hat und im Jahr eine Anzahl an Mindestseitenaufrufen erreicht, bekommst du dann Geld. Das Einfügen der Zählmarken im Blogartikel ist kein großer Aufwand. Für die Meldung der Blogartikel 1x im Jahr geht etwas Zeit drauf, aber auch das ist überschaubar. Natürlich lohnt sich die VG Wort erst mit vielen Seitenaufrufen so richtig, aber du kannst die Zählmarken natürlich schon frühzeitig in deinen Blog integrieren.

Lesetipp:
Filiz hat eine ausführliche Anleitung für die VG Wort geschrieben:
>> VG Wort für Blogger

Vorteile

  • kein großer Aufwand
  • passives Einkommen
  • „Bezahlung“ fürs Blogbeiträge schreiben
  • bei vielen Seitenaufrufen hohe Einnahmen möglich

Nachteile

  • Auszahlung nur 1x jährlich
  • Auszahlung erst im September des Folgejahres
  • Vergütungshöhe kann schwanken
  • Zählmarken müssen wirklich ordentlich dokumentiert werden

6. Spenden / Unterstützung

Als Blogger kannst du dich auch von deinen Fans bezahlen lassen.

Du kannst entweder Spenden sammeln, dafür dass du kostenlos Inhalte bereitstellst. Oder du stellst deinen Abonnenten gegen Bezahlung exklusive Inhalte zur Verfügung.

Anbieter sind z.B. Buy me a Coffee, Steady oder Patron.

Vorteile

  • Unabhängigkeit von Unternehmen

Nachteile

  • ggf. geringe Spendenbereitschaft
  • ggf. geringe Unterstützungs-Höhe

7. Auftragsarbeiten

Um als Foodblogger Geld zu verdienen, kannst du auch sämtliche Auftragsarbeiten bzw. Freelancer-Tätigkeiten ausführen, die erst einmal unabhängig von deinem Blog sind.

Wie wäre es zum Beispiel mit Content-Erstellung für Unternehmen, Food Fotografie, Social Media Management, Website-Erstellung, Foodblogger-Coaching,… Die Möglichkeiten sind unendlich!

Als Foodblogger eignest du dir so viele Fähigkeiten an – warum also sich diese nicht auch zu Nutze machen? 🙂

Vorteile

  • hohe Einnahmen möglich

Nachteile

  • ggf. schwierig, an solche Aufträge zu kommen
  • von deiner Arbeitszeit abhängig (kein passives Einkommen)

Fazit: Es gibt definitiv zahlreiche Möglichkeiten, wie du als Foodblogger Geld verdienen kannst. Mein Tipp: Schau unbedingt, was zu dir passt und was sich richtig für dich anfühlt! Sicherlich passt nicht jede Einkommensquelle für jeden und du sollst dich auf jeden Fall wohl damit fühlen!

Hast du noch Fragen oder Anregungen? Hinterlasse gerne einen Kommentar – ich freue mich von dir zu hören.

deine Lisa

PS: Du bist auf der Suche nach noch mehr Tipps rund ums Foodbloggen? Dann schau mal in meinen Artikel: >> Foodblog erstellen in 12 Schritten

Geld verdienen mit Foodblog als Blogger