Intervallfasten – Meine Erfahrungen

Zwei Wochen lang habe ich Intervallfasten ausprobiert. Ich habe nach der 16:8-Methode gegessen, also 8 Stunden Essen nach Lust und Laune und danach 16 Stunden fasten. (Mehr über die Formen und Vorteile des Fastens erfährst du übrigens hier.) Wie ist es mir also ergangen? Welche Erfahrungen habe ich gemacht? Und wie geht es nun weiter?

 

Intervallfasten Erfahrungen

 

 

Intervallfasten – Die Umsetzung

Meine achtstündige Essensphase habe ich grundsätzlich zwischen 10:00 und 18:00 Uhr gelegt. Grundsätzlich deswegen, da ich sie manchmal nach vorne oder hinten verschieben musste. Beispielsweise wenn ich zu einem Sportkurs wollte oder andere Termine hatte, die meine Nahrungsaufnahme beeinflusst haben.

Ich würde sagen, dass ich mich zu 95% an die 8 Stunden gehalten habe. Manchmal ist das Abendessen einfach etwas später fertig geworden oder ich bin nicht pünktlich nach Hause gekommen. Aber wegen einer halben Stunde habe ich mich nicht verrückt gemacht.

 

Intervallfasten Erfahrungen Intermittierendes Fasten

 

 

Intervallfasten – Meine Erfahrungen

Am schwierigsten am Intervallfasten fand ich die zeitliche Planung. Da bei mir nicht jeder Tag gleich ist, musste ich das 8-Stunden-Fenster oft schieben. Also musste ich immer im Voraus planen, wann ich essen kann und möchte und meinen gesamten Tagesablauf daraufhin ausrichten. Beispielsweise habe ich an einem Tag eine Klausur um 14:00 geschrieben, wollte aber unbedingt vorher zu Mittag essen (14:00 wäre normalerweise meine Mittagessenszeit). Also hätte ich das Fenster am besten zwischen 09:00 und 17:00 Uhr eingelegt. Um 20:00 Uhr findet aber mein Sportkurs statt, da wäre ich bis dahin ja wieder hungrig 🙂 Oft musste ich richtig schmunzeln, weil es so absurd war, sich wegen einer Stunde hin und her Gedanken zu machen. Außerdem musste sich mein Mann stets nach meinen Abendessenszeiten richten, obwohl er lieber später gegessen hätte. Und ein gemeinsames Glas Wein am Abend wäre nach strengem Intervallfasten ja dann nie möglich. (einmal habe ich aber eine Ausnahme gemacht 🙂

Hinzu kommt, dass ich während des Selbstversuchs Semesterferien hatte, ich war also relativ flexibel. Während der Vorlesungen könnte ich mir das nur schwer vorstellen: Um 10 in der Vorlesung frühstücken, um 12 den Kommilitonen beim Essen zusehen, um dann um 14 Uhr wieder in der Vorlesung zu Mittag zu essen. Das wäre mir einfach zu blöd.

Mit Hunger hatte ich erstaunlich wenig Probleme. Morgens habe ich mich einfach beschäftigt und abgelenkt, dann kam das Frühstück schneller als gedacht. Die ersten Tage hatte ich morgens noch Hunger, aber man gewöhnte sich sehr schnell daran. Ab und zu habe ich auch schon um 17:00 Uhr zu Abend gegessen. Und auch hier ging es erstaunlich gut. Man muss aber dazu sagen, dass ich normalerweise sowieso um 18:00 Uhr zu Abend esse, da ist die eine Stunde mehr nicht so schlimm.

Was mir tatsächlich gefehlt hat, war eine Zwischenmahlzeit. Normalerweise esse ich 3 Hauptmahlzeiten am Tag, sowie einen kleinen Snack am Nachmittag. Der ist nun weggefallen. Da ich gerne etwas Süßes esse (etwas gesundes Süßes :), hätte ich das in die Hauptmahlzeit mit einbauen müssen. Dann hätte dort die Portionsgröße wieder kleiner werden müssen. Oder ich habe trotzdem eine Zwischenmahlzeit gegessen, dann war es aber einfach zu viel von der Menge her.

Was ist nun aber mit all den positiven Effekten, die Intervallfasten haben soll? So richtig spektakuläre Effekte gab es bei mir leider nicht. Vielleicht war dazu die Zeit zu kurz. Oder es war einfach kein riesen Unterschied zu vorher (normalerweise esse ich von ca. 08:00-18:00 Uhr, also nur 2 Stunden länger). Was mir aber sehr gut tat war das ausnahmslos frühe Abendessen. Da achte ich sowieso immer darauf, da mir spätes Essen schwer im Magen liegt. Aber ab und zu isst man eben doch mal später oder nach dem Abendessen noch eine Kleinigkeit. Vor allem ein sehr frühes Abendbrot um 17 Uhr tat meiner Verdauung sehr gut.

 

Intervallfasten Erfahrungen Frühstück

 

 

Wie geht es nun weiter?

Ich werde das Intervallfasten in der 16:8-Form nicht weiterführen. Die zeitliche Planung und Ausrichtung des Tagesablaufs ist mir einfach viel zu umständlich und gesellschaftsuntauglich. Allerdings werde ich verstärkt darauf achten, pünktlich zu Abend zu essen und danach nichts mehr zu snacken. Das hat mir der Selbstversuch auf jeden Fall noch einmal verdeutlicht. Und vielleicht baue ich ab und zu am Wochenende mal einen “Fastentag” ein. Wenn ich länger schlafe, frühstücke ich ja sowieso später.

Die Erfahrungen aus meinem Selbstversuch müssen allerdings nicht bedeuten, dass dies bei jedem so ist. Ich kenne viele, die begeistert von Intervallfasten schwärmen und diese Ernährungsform regelmäßig praktizieren. Ich würde dazu raten, es einfach einmal auszuprobieren. Schaden tut es auf jeden Fall nicht. Stattdessen ist es eine tolle Möglichkeit, über die eigene Ernährungsweise nachzudenken und wie diese im Alltag umzusetzen ist.

 

 

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