Fazit der Zuckerfrei-Challenge im Januar

Nun liegen sie also hinter mir: 31 Tage ohne Zucker! Die Challenge im Januar ist vorbei. Wie es mir ergangen ist, welche wichtigen Erkenntnisse ich gewonnen habe und wie es nach der Zuckerfrei-Challenge weitergeht, erfahrt ihr in diesem Artikel.

 

Zuckerfrei Challenge

 

Wie ist es mir ergangen?

Generell lief die Zuckerfrei-Challenge sehr gut bei mir. Ich habe die 31 Tage komplett durchgehalten und kein einziges Mal gesündigt. Das ist mir sogar erstaunlich leicht gefallen.

Es war sehr hilfreich, dass ich die erste Januar-Woche noch vorlesungsfrei hatte. So war ich zu Hause und konnte in Ruhe in die neue Ernährungsweise hineinfinden. Ich hatte viel Zeit zum Einkaufen und Kochen und war unterwegs keinen Versuchungen ausgesetzt. Als die Vorlesungen und langsam auch die Prüfungsphase wieder losgingen, war es schon eine kleine Umstellung. Nun musste es oft schnell gehen mit dem Essen und am Bahnhof und in der Uni lauerten wieder viele leckere Zucker-Sünden. Durch kontinuierliche Planung und Vorbereitung konnte ich den Versuchungen aber widerstehen.

Zuckerfrei Challenge Fazit Mealprep Frühstück
Frühstück wie dieses habe ich mir immer für  Uni-Tage vorbereitet

Erstaunt war ich auch, dass ich zeitweise gar keinen Hunger auf gesunde, aber dennoch süße Alternativen hatte. Das war vor allem in der Anfangszeit so, in den letzten beiden Wochen habe ich wieder verstärkt auf zuckerfreien Kuchen und Süßigkeiten zurückgegriffen. Ich habe aber versucht, dies in Grenzen zu halten.

Sehr stolz bin ich auf die Tage um den Geburtstag meines Mannes herum. Ich habe für seine Kollegen gleich zwei Kuchen gebacken (Vanille-Beeren-Torte und saftige Schoko-Brownies …. mmmmh) und kein Stückchen davon probiert. Nichts! Nicht mal den mit Teig bekleckerten Finger abgeleckt. Und auch all die Süßigkeiten ließen mich kalt. Einerseits war es schade, weil ich die Kuchen echt gerne probiert hätte. Aber andererseits bin ich auch froh, dass ich nicht „durfte“. Denn es wäre wie immer die reinste Völlerei geworden: Erst einige Löffel vom Teig probieren, die Schüssel ausschlecken, dann den fertigen Kuchen anschneiden, mir ein paar Stücke zu Hause lassen, die ganzen Süßigkeiten…in Folge hätte ich tagelang einen aufgeblähten Bauch und ein schlechtes Gewissen gehabt. Stattdessen musste ich nur ein klein wenig verzichten und habe mich tagelang gut gefühlt – gar nicht so schlimm, oder? 🙂

Natürlich hatte ich trotzdem oft Heißhunger aus Süßes. Einmal war es sogar so schlimm, dass ich quasi aus der Not heraus ein neues Rezept kreiert habe 😀 Die Geschichte dazu und das Rezept findet ihr hier.

Schoko Bliss Balls ohne Datteln
                                            Zuckerfreie Bliss Balls

 

Rückblickend war der 100%ige Verzicht allerdings nicht das wichtigste. Stattdessen waren es die Erkenntnisse, die ich gewonnen habe.

 

Was habe ich gelernt?

Während der Zuckerfrei-Challenge habe ich viel über meine Ernährung gelernt und dabei zwei wesentliche Erkenntnisse gewonnen. Ich habe nämlich verstanden, worin meine Hauptprobleme liegen.

Das größte Problem ist das emotionale Essen. Bin ich gestresst oder traurig, so will ich mich mit Essen „trösten“. Zug verpasst und 30 Minuten Wartezeit am Bahnhof? Da tröstet mich ein Schokoladenmuffin vom Bäcker über den Frust hinweg. Nachmittagstief in der langweiligen Vorlesung? Ein Schokoriegel aus dem Automaten hilft. Abends nach einem anstrengendem Tag völlig fertig auf dem Sofa? Ein wenig Soul Food habe ich mir doch verdient. Dies sind meine persönlichen Beispiele, wann ich zu Süßem greife. Meist ist es eine Mischung aus Müdigkeit, Traurigkeit und Frust. Und in den letzten 31 Tagen ist mir das eben extrem aufgefallen, weil ich in solchen Situationen bewusst NICHT zu Essen gegriffen habe. Und dadurch ging es mir auch irgendwie besser. Denn wenn es einem sowieso schon schlecht geht und man dann noch ein schlechtes Gewissen hat, macht es das schließlich nicht besser. Konnte man sich aber beherrschen, so ist man wenigstens ein bisschen stolz auf sich. Emotionales Essen ist also definitiv eine Herausforderung, an der ich arbeiten möchte.

Zuckerfrei-Challenge Fazit emotionales Essen
            Mein Laster: Schokolade und emotionales Essen

 

Mein zweites großes Problem ist das „nicht Aufhören können„.  Schmeckt mir etwas gut, so esse ich einfach viel zu viel davon. Manchmal stopfe ich es regelrecht in mich hinein, ohne groß zu genießen. Das ist mir während der Challenge bewusst geworden, weil sich das auch auf gesunde Sachen überträgt. Beispielsweise habe ich mehrmals an dem Rezept für die Bliss Balls herumprobiert, und jedes Mal die ganze Menge auf einmal gegessen. Klar ist das besser, als bei ungesunden Sachen. Aber eine ganze Tafel Schokolade mit Kokosblütenzucker statt einer einer ganzen Tafel „normale“ Schokolade ist auch definitv zu viel. Außerdem geht es mir ums Prinzip. Ich möchte versuchen, mein Essen bewusst zu genießen und die Mengen zu beschränken.

 

Wie geht es nun weiter?

Gute Frage! Fakt ist: Es muss sich etwas ändern. Ich möchte nicht die Zuckerfrei-Challenge beenden und einfach wieder wie vorher essen. Mit emotionalem Essen, zu vielen Ausnahmen und vor allem zu viel auf einmal. Allerdings bin ich mir noch etwas unschlüssig, wie ich hier am besten vorgehe. Einerseits brauche irgendeine Form von „Regel“, denn ohne wird es wieder genauso enden. Andererseits bin ich gar kein Freund von starren Regeln, die man durch verschiedene Umstände manchmal nicht einhalten kann. Mein Vorsatz heißt deswegen: Bewusst Genießen! Ich werde mir auf jeden Fall Ausnahmen gönnen. Ich denke, dass etwa 2 Mal pro Woche für mich eine gute Zahl ist. Diese Ausnahme möchte ich dann bewusst und mit allen Sinnen genießen. Aber die 2 Mal sind keinesfalls in Stein gemeißelt. Ich werde die nächsten Wochen einmal beobachten, was für mich am besten klappt. Ich werde auf jeden Fall kontinuierlich an einem gesunden Essverhalten arbeiten.

 

Fazit der Zuckerfrei-Challenge

Insgesamt hat mir die Zuckerfrei-Challenge auf jeden Fall gut getan. Der Zeitpunkt war gut gewählt: Nach den Weihnachtsfeiertagen und mit der Motivation zum neuen Jahr. Ich werde nicht dauerhaft 100% zuckerfrei leben. Aber ich sehe es als Start in eine langfristig gesunde und balancierte Ernährungsweise.

 

 



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