Johannisbrotkernmehl (E410)

Im Bereich Ernährungswissen stelle ich euch auf dem Blog verschiedene Lebensmittel-Zusatzstoffe vor. Wie werden sie hergestellt und wofür verwendet? Wie gefährlich sind sie wirklich? Oder können sie unbedenklich konsumiert werden? Eine Übersicht über alle Beiträge findet ihr hier. In diesem Artikel geht es um Johannisbrotkernmehl.

 

Was ist Johannisbrotkernmehl?

Johannisbrotkernmehl ist ein geschmacksneutrales weißes Pulver, das aus den Samen des Johannisbrotkernbaums gewonnen wird. Der Baum gehört zur Familie der Hülsenfrüchte. Das Mehl besteht aus Vielfachzuckern, also langkettigen Kohlenhydraten, und kann dadurch viel Wasser binden.

Aus den Johannisbrotkernschoten wird übrigens auch Carob hergestellt, was als Alternative zu Kakaopulver Verwendung findet.

 

Verwendung

Johannisbrotkernmehl wird als Verdickungs- und Geliermittel, als Stabilisator und als Emulgator verwendet. Oft wird es auch mit anderen Verdickungsmitteln kombiniert, um Synergieeffekte zu erreichen. Besonders häufig kommt es in Soßen, Suppen, Desserts, Eiscreme, Marmeladen und Gelees vor. Oft kommt es auch in Diabetikerprodukten zum Einsatz. E410 darf uneingeschränkt in allen Lebensmitteln verwendet werden, auch in Bio-Produkten und Säuglingsnahrung.

Durch die quellenden Eigenschaften kann das Mehl zudem als Ei- und Gelatineersatz verwendet werden (interessant vor allem für Veganer). Außerdem ist es in der glutenfreien Küche ein hilfreiches Mittel, dass Backwaren auch ohne das Klebereiweiß Gluten zusammenhält.

Eine schöne Übersicht über die Verwendungsmöglichkeiten zu Hause findet ihr bei Smarticular.

 

Ernährungsphysiologische Bewertung

In normalen Mengen ist Johannisbrotkernmehl nicht schädlich. Allerdings kann es bei erhöhtem Konsum zu abführender Wirkung kommen und selten können auch Allergien auftreten (vor allem als Kreuzallergie mit Soja). Dem Zusatzstoff werden sogar positive Wirkungen nachgesagt, er soll den Cholesterin- und Blutzuckerspiegel senken.

Johannisbrotkernmehl kann als Zusatzstoff also in Normalfall bedenkenlos verzehrt werden. Als Koch- und Backzutat ist er zudem für Veganer und Zöliakie-Patienten eine wertvolle Hilfe.

Johannisbrotkernmehl Zusatzstoff

 



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