Aspartam (E951)

Im Bereich Ernährungswissen stelle ich euch auf dem Blog verschiedene Lebensmittel-Zusatzstoffe vor. Wie werden sie hergestellt und wofür verwendet? Wie gefährlich sind sie wirklich? Oder können sie unbedenklich konsumiert werden? Eine Übersicht über alle Beiträge findet ihr hier. In diesem Artikel geht es um Aspartam.

 

Was ist Aspartam?

Aspartam ist ein farbloser Süßstoff, der aus zwei synthetisch miteinander verknüpften Aminosäuren (Phenylalanin und Asparaginsäure) hergestellt wird. Er hat zwar grundsätzlich genauso viele Kalorien wie normaler Zucker, besitzt aber eine 200 mal höhere Süßkraft. Deswegen liefert Aspartam bei gleicher Süße quasi keine Kalorien. Geschmacklich kommt der Zusatzstoff nahe an Zucker heran, ohne bitteren Beigeschmack.

 

Verwendung

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Aspartam wird vor allem in Light- und Diätlebensmitteln verwendet, wie zum Beispiel Limonaden, Kaugummi, Süßwaren und Milchspeisen. Aufdrucke wie „light“, „Diät-“ oder „zuckerfrei“ sind ein erster Hinweis auf den Zusatzstoff. Bei Diabetikern ist der Süßstoff ebenfalls beliebt, da er keine Erhöhung des Blutzuckerspiegels bewirkt. Oft wird Aspartam zusammen mit Acesulfam-K (E950) eingesetzt. Zum Kochen und Backen ist es jedoch ungeeignet, da es durch Erhitzen die Süßkraft verliert.

Die erlaubte Tagesdosis in der EU beträgt 40mg pro kg Körpergewicht.

 



 

Ernährungsphysiologische Bewertung

Die Bewertung von Aspartam ist schwierig, da es viele verschiedene Meinungen gibt und die Studienlage nicht eindeutig ist.

Viele Studien kommen zu dem Ergebnis, dass Aspartam hoch gefährlich ist: Es sei krebserregend, besonders gefährlich für Schwangere (Risiko für Frühgeburten und geistige Störungen des Kindes) und wird mit diversen anderen Erkrankungen in Verbindung gebracht. Andere Studien können diese Risiken jedoch nicht bestätigen. Selbst die Deutsche Gesellschaft für Ernährung sieht keine Gefahr, wenn Süßstoffe in Maßen und im Rahmen einer gesunden Ernährung verzehrt werden (hier nachzulesen).

Ein wichtiger Punkt ist der generelle Einsatz von Süßstoffen als Zuckerersatz. Hier steht der umumstrittene Nutzen der verminderten Kalorienaufnahme der Gefahr der apetittanregenden Wirkung gegenüber. Außerdem besteht oft die Tendenz, Lightprodukte als „Freibrief“ für anderes ungesundes Essen anzusehen.

Eindeutig gefährlich ist E951 für Patienten der seltenen Stoffwechselerkrankung Phenylketonurie. Sie können das enthaltene Phenylalanin nicht abbauen, was zu Hirn- und Nervenschäden führen kann. Diese Personen sollten den Zusatzstoff auf jeden Fall meiden (auf der Packung muss ein entsprechender Hinweis auf eine „Phenylalaninquelle“ enthalten sein).

Meine Meinung: Niemand stirbt, nur weil er ein wenig Aspartam zu sich nimmt. Im Rahmen des Zulassungsverfahrens als Zusatzstoff durchläuft es zahlreiche Kontrollen. Allerdings machen mich die vielen widersprüchlichen Studienergebnisse stutzig. Im Rahmen einer gesunden Ernährung empfehle ich generell den Verzicht auf künstliche Zusatzstoffe. Aspartam gehört meiner persönlichen Meinung nach zu den Zusatzstoffen, die man meiden sollte.

 

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